Freitag, 20. Juli 2012

Wander- und Kulturparadies Saas Fee

Natürlich ist Saas Fee vor allem für seine umliegenden Viertausender und den Wintersport bekannt, aber auch zum Wandern lohnt sich eine Reise in das 1800m hoch gelegene Bergdorf.
Unsere Woche im Sportclub Astoria in Saas Fee stand ganz unter dem Thema Wandern, genießen und staunen! Das Saastal bietet nämlich auf dem über 350 km langen Wandernetz, auf dem man die einmalige Aussicht auf das grandiose Bergpanorama immer wieder genießen kann und auf zahlreichen Themenwegen, Abwechslung pur.
Auch zahlreiche abenteuerliche Aktivitäten gibt es zu entdecken: einen Abenteuerwald, Rodeln, Trottinette fahren, Klettersteige, Gorge Alpine, Klettern, Museen – und vieles mehr!



Tag 1:
Unser erster Tag in Saas Fee begann wie jeden Morgen mit einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksbuffet. Von verschiedenen Brotsorten über Müsli, heimische Käse- und Aufschnittvariationen bis hin zum leckere Obst, Kaffee, Tees etc. ist stets alles vorhanden. Toll ist auch, dass man vom Kopfüber-Team vor Ort eingeladen wird, sich Jausenbeutel für den Tag mitzunehmen. 

Mit dem Bus (Bus- und Liftfahrten sind im Bürgerpass inklusive) sind wir dann nach Saas Almagell gefahren. Von dort aus kommt man entweder mit dem Bus oder auch zu Fuß zum nahegelegenen Mattmark Stausee. Am Stausee angekommen wandert man ca. 2 Stunden um den Stausee herum. Der Weg ist einfach zu begehen und führt ein Stück weit über einen asphaltierten Fahrweg, danach über einen Flurweg und über Alpenweiden.
Mattmark Stausee
Der Mattmark Stausee liegt auf 2200m Höhe und ist der größte Naturdamm Europas, ein wichtiger Stromlieferant und bietet eine tolle Sicht auf die Saaser Bergwelt Wer es doch etwas anspruchsvoller mag, kann ungefähr bei der Hälfte der Stauseeumrundung (bei der Brücke) zum Monte-Moro-Pass (2868 m) abbiegen. Der historische Passweg führt über Steinplatten hinauf zum Monte Moro und bietet einen atemberaubenden Blick zur Monte-Rosa-Ostwand mit der Dufourspitze bis hin zur italienischen Grenze. 

Beim Rückweg zum Stausee haben wir dann erneut den Anstiegsweg genommen und sogar ein paar Murmeltiere gesehen. Zurück ging es mit dem Postbus in unsere schöne Unterkunft, den Sportclub Astoria. Bei einem leckeren Cappuccino konnten wir auf der hauseigenen Terrasse am späten Nachmittag die letzten Sonnenstrahlen genießen bevor diese hinter den hohen Bergen verschwand.


Tag 2:
Den zweiten Tag ging es dann endlich hoch auf die hohen Berge über dem Gletscherdorf Saas Fee. Wir fuhren von der Talstation der Plattjen-Seilbahn hoch auf 2570m. Hier hat steht eine überdimensionale aus Holz gebaute Murmelbahn – unbedingt ausprobieren! 
Murmelbahn
Zunächst führt der Wanderweg über Muränenfelder (hier sollte man trittsicher und teilweise auch schwindelfrei sein) über gut markierte Wanderwege und kleinere Schneefelder am südöstlichen Hang des Mittaghorns hoch zur Britanniahütte.
Muränenfeld auf dem Weg zur Brianniahütte
Von der Britanniahütte (3030m) genießt man einen herrlichen Blick über den Mattmarksee und das Mattmarkgebiet. Von dort aus ging es für uns über die alpine Route und den Chessjengletscher hinunter zur Felskinnbahn (2991 m). Dort nahmen wir den Metro-Alpin-Express hoch zum Mittelallalin (3500 m ü. M.), um im höchsten Drehrestaurant der Welt das einzigartige Gletscher- und Bergpanorama und eine heiße Ovo zu genießen.

Im Sportclub Astoria wider angekommen, entspannten wir uns im schönen Wellnessbereich (Sauna, Dampfbad, Whirlpool) bevor der Koch und das Team zum schönen Grillabend auf der hauseigenen Terrasse einluden. Ausklang fand der Abend mit den anderen Gästen an der hauseigenen Bar.

Tag 3:
Auf ging es mit dem Auto runter ins Rhônethal nach Sion, der Hauptstadt des Wallis. Sion verfügt über einen historischen Altstadtkern in dessen Gassen man gut stöbern, einkaufen, etwas trinken und essen kann. Ein unbedingtes MUSS ist die Besichtigung der Ruine des ehemaligen bischöflichen Schlosses aus dem 13. Jahrhundert sowie die Basiliquede Valère, eine Kirche auf dem südlichen der zwei Burghügel an der östlichen Altstadtgrenze. Sie beherbergt die älteste spielbare Orgel der Welt, die etwa 1430 erbaut wurde.
Blick ins Rhônethal
Wir genossen hier das etwas andere Wallis mit den vielen Weinbergen und dem südlichen, französisch geprägten Flair.

Nach einem wunderschönen Tag im Unterwallis ging es für uns zurück ins Astoria. Dort erwartete uns der legendäre Schweizer Abend mit klassischem Schweizer Raclette.

Tag 4:
Heute stand wieder eine schöne Wanderung auf unserem Programm! Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt hatten, die Wolken sich langsam verzogen und Platz für die Sonne machten, packten wir unsere Rucksäcke und gingen ein Stück durchs Dorf um auf den Wanderweg zum Hannig zu gelangen. Unsere Wanderung begann bei der Talstation der Hannigbahn in Saas-Fee. Mit angenehmer Steigung ging es zuerst durch einen stattlichen Lärchenwald in Richtung Hannigalp. An der Hannigalp verkaufen zwei nette Frauen allerlei Produkte von ihren Ziegen, wie z.B. Ziegenkäse und Milch. Man kann aber auch einfach eine erfrischende Apfelschorle oder einen Kaffee trinken. 
Hannigalp
Nach gut einem Kilometer stand der freien Sicht auf die noch teils verschneiten Berge und die in der Sonne funkelnden Gletscher nichts mehr im Wege. In eineinhalb Stunden erreichten wir die Bergstation der Hannigbahn. Nach einer kurzen Pause wanderten wir weiter zum Mällig, einem bekannten Aussichtspunkt auf 2550 m ü.M. . Zurück ging es zu Fuß bis zur Bergstation der Hannigbahn von welcher aus wir uns dann wieder gemütlich ins Dorf bringen ließen.
Unten angekommen wollten wir unseren müden Füßen etwas Gutes tun und besuchten die Kneipp-Anlage in Saas Fee. Hier kann man nach einer Wanderung inmitten der tollen Bergwelt entspannen.

Tag 5:
Leider war das Wetter heute nicht ganz so gut wie in den vergangenen Tagen, aber auch in solchen Fällen hat Saas Fee eine Menge zu bieten. Wir fuhren hinauf zum Mittelallalin um die weltweit größte Eisgrotte zu besichtigen. Hier kann man auf beeindruckende Weise hautnah erleben und sehen, wie die jahrtausendealten Gletscher entstanden sind und welche Geheimnisse sich im ewigen Eis befinden. 
Eisgrotte
Nach diesem einmaligen Erlebnis ging es wieder runter ins Gletscherdorf und bei mittlerweile wieder recht gutem Wetter zu Fuß zur Gletschergrotte. Hier befindet sich ein nettes Café am Rande des Gletschers.
Angekommen im Sportclub Astoria genossen wir erneut den Wellessbereich und nutzten die Sonnenliegen im Garten bevor der Koch uns wieder mit sehr leckerem und abwechslungsreichem Essen verwöhnte.


Tag 6:
Leider schon unser letzter Tag in Saas Fee und somit auch unsere letzte Wanderung. Wir wollten es heute etwas gemütlicher und dennoch kulturell interessant ausklingen lassen und entschieden uns für den bekannten Kappellenweg von Saas Grund nach Saas Fee. Erneut nutzen wir den kostenlosen Tranfer mit dem Postbus nach Saas Grund. Vom Ortszentrum Saas Grund gingen wir zunächst der Straße Richtung Saas Almagell folgend etwa einen Kilometer bis zur Zufahrtsstraße des Campingplatzes. 
Brücke zum Kapellenweg
Ein kurzes Stück weiter, die Brücke querend, gelangt man auf den ausgeschilderten Kapellenweg. Hier gibt es auch einen kleinen Zoo mit Kanienchen, Kleinfedervieh, Meerschweinchen und Katzen – vor allem für Kinder interessant.  Danach folgten wir dem Weg hoch über der Schlucht Feevispa bis nach Saas Fee. Auf dem Weg gibt es 15 kleine Kapellen zu entdecken – wunderschön! Die Gehzeit beträgt nur eine knappe Stunde und ist daher eher mit einem Spaziergang vergleichbar.
Wieder angekommen in Saas Fee bauten gerade die Einheimischen ihre Stände auf, denn am Nachmittag fand das traditionelle Sommerfest statt. Hier verkaufen die Einwohner selbstgemachte Speisen und Handwerkskunst. Ein schöner Abschluss also für uns, begleitet von traditioneller Musik, leckerem Bergkäse und Walliser Wein.

Vielen dank an dieser Stelle auch noch mal an das tolle Team! Wir kommen wieder!!!

Ein Reisebericht von Sarah S. 

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank liebe Sarah für diesen ausführlichen Reisebericht über Saas Fee! Man merkt, dass Du dort wirklich eine schöne Zeit hattest und ich habe jetzt richtig Lust auf Urlaub bekommen! Margit vom Kopfüber Team

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